Dozenten-Dienstag: Rolf D. Hirsch, Prof. Dr. phil., Dr. med., Dipl.-Psych

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Die Dozentinnen und Dozenten aus dem Institut sind für unsere Studierenden bekannte Gesichter. Aber wie sieht es mit den externen Lehrbeauftragten aus? Die sieht man am Seminartag oft das erste (und einzige) Mal. Damit man sich trotzdem ein bisschen kennen lernen kann, starten wir heute mit der Reihe  „Dozenten-Dienstag“. Hier stellen sich unsere externen Dozentinnen und Dozenten vor. Diese Woche ist es

 

 

Rolf D. Hirsch

 

Lehrveranstaltungen im Studiengang:

– 1501 Methoden der psychogerontologischen Intervention: Psychodynamische Gerontopsychotherapie und -psychosomatik (SoSe 2024)

 

Welche berufliche Tätigkeit üben Sie außerhalb der Lehrtätigkeit aus und wie sind Sie dorthin gekommen?

Seit Oktober 2012 habe ich eine psychiatrisch/psychotherapeutische Privatpraxis mit dem Schwerpunkt Alterspsychotherapie. Zudem bin ich in Fort- und Weiterbildungen für Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter, Ärzte und Psychologen tätig.
In München studierte ich Humanmedizin, in Erlangen für ein Semester Psychologie und anschließend in München mit dem Abschluss zum Dipl.-Psych. Im Christophsbad Göppingen habe ich meine ärztliche Weiterbildung in Psychiatrie und Neurologie absolviert, zudem eine psychotherapeutische Weiterbildung und dann bem psychoanalytischen Lehr- und Forschungsinstitut (Stuttgarter Gruppe) die psychoanalytische Weiterbildung. Ich war in der Tagesklinik der Klinik der offenen Tür in Stuttgart tätig, dann in der Sektion Gerontopsychiatrie (Leiter Prof. Österreich) der Uni Heidelberg. Danach war ich als stellvertretender Direktor am BKH Erlangen und übernahm anschließend die Abteilung Gerontopsychiatrie und -psychotherapie in der LVR-Klinik Bonn (20 Jahre) bis 2012. Dort richtete ich auch ein gerontopsychiatrisches Zentrum ein.
An den Universitäten Bochum, Stuttgart, Kassel, Witten-Herdecke und Erlangen-Nürnberg war ich als Lehrbeauftragter tätig.
Ich war lange Jahre im Vorstand des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie sowie der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie; Vorsitzender von HsM – Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter e.V.; Mitbegründer von BuBuBü (BuntesBundesBündnis), einer Fortbildungsstätte für Klinikclowns.

 

Was bereitet Ihnen in der Lehre Freude?

Der fachliche Austausch mit Studentinnen und Studenten sowie vielfältige Anregungen für neuere Forschungsergebnisse in Theorie und Praxis. Zudem manches kritische Hinterfragen des Mainstreams und eigene kreative Bearbeitung von Seminarthemen von Studentinnen und Studenten. So hatte ich auch viele Anregungen für mein berufliches Weiterkommen.

 

Was ist Ihrer Meinung nach die größte „Baustelle“ der Gerontologie?

Sieht man die zunehmende Anzahl von älteren Menschen in der Bevölkerung, so bedarf es erheblich mehr universitäre gerontologische Einrichtungen als derzeit vorhanden. Zudem sollten sich alle gerontologischen Disziplinen einschließlich der medizinischen mehr zusammenschließen und fachübergreifende Zentren bilden.

 

Was wollten Sie schon immer mal tun?

Einen alten Cabrio-Cadillac für einen Monat mieten und eine Rundreise durch Bayern machen. Aber dieser Traum sollte wohl ein Traum bleiben.

 

Kaffee oder Tee? – Kaffee

Berge oder Meer? – Meer

Hund oder Katze? – Katze